»Habe ich schon mal irgendwo gelesen. Wo stand das noch?« ist die vertraute, stets wiederkehrende Frage eines jeden Lesers, an der synapsen seinen Ausgang nimmt. Nicht nur Forschende und Studierende der vornehmlich auf Texten basierten Wissenschaften kennen das ebenso zentrale wie klassische Problem, gegen welches ein Zettelkasten antritt: die Vergeßlichkeit.
Wie läßt sich das im Rahmen von (text-)wissenschaftlicher Arbeit versammelte Wissen in intelligente Strukturen überführen, so daß es auch noch nach vielen Jahren schnell und ohne Mühe abrufbar bleibt?
Synapsen ist eine Literaturverwaltung, die sich von den handelsüblichen Programmen in spezifischer Weise unterscheidet. Denn über die sture Verwaltung von bibliographischen Daten hinaus bietet Synapsen eine Informationsarchitektur, die dem Zettelkasten in spezifischer Weise selbst die Rolle eines Autors zuschreibt. Jeder Datensatz, der die bibliographischen Daten eines Textes ebenso erfaßt wie einen mitunter sehr umfangreichen Lektürebericht, wird durch eine Liste von Schlagworten charakterisiert. Jeder Zettel schreibt sich automatisch in ein Netzwerk des persönlichen Wissens ein. Der Zettelkasten liefert auf diese Weise überraschende Verbindungen und assoziiert neue Argumentationslinien über Begriffe und die dazugehörigen Texte/Stellen, die vom Benutzer unter Umständen gar nicht gesehen, geahnt oder vergessen wurden. Der Zettelkasten gerät somit regelrecht zum Kommunikationspartner und kreativen Stichwortgeber.



